Sehr geehrte Damen und Herren
lassen sie mich ein paar persönliche Ausführungen zur Problematik des innerstädtischen Handels machen und vielleicht ein paar Möglichkeiten aufzeigen um einer Verödung unserer Innenstadt entgegen zu wirken

Der demographische Wandel, das geänderte Konsumverhalten, technische Neuerungen, überdurchschnittliches Wachstum im Online-Handel, Angebote auf der grünen Wiese und nicht zuletzt die Digitalisierung verändern die Strukturen des Einzelhandels nachhaltig!
Diese Faktoren und die wachsende Bedeutung der Multifunktionalität von Innenstädten stellen den Handel und die Gastronomie in den Innenstädten vor neue Herausforderungen.

Herausforderungen, denen sich Innenstädte und innerstädtischer Handel gemeinschaftlich gegenübersehen. Denn der Einzelhandel und die Gastronomie spielt eine zentrale Rolle, wenn es um die Vitalität und Attraktivität einer Innenstadt geht: Das Einkaufsmotiv stellt den mit Abstand wichtigsten Grund für den Besuch einer Innenstadt dar und die Vielfalt sowie das Angebot der Geschäfte nehmen eine bedeutende Stellung ein, wenn Verbraucher die Attraktivität einer Innenstadt bewerten. Wobei aber in der Zwischenzeit beim Besucher der Stadt und dem Kunden des Einzelhandels und der Gastronomie auch der Erlebnisfaktor und die Digitalisierung eine immer größere Rolle spielen.

Stadtübergreifend verschärft sich die Wettbewerbssituation des innerstädtischen Einzelhandels, der sich auf drei Wettbewerbsebenen behaupten muss: Wir stehen im Wettbewerb mit dem Online-Handel, im Wettbewerb mit dem Handel in Stadtrandlagen, im Wettbewerb mit Nebenzentren der eigenen Stadt sowie im Wettbewerb mit konkurrierenden Einzelhandels-angeboten anderer Städte. Was vor allem auch auf Nürtingen zutrifft, dass sich durch seine geographische Lage hier in einer ganz besonderen Situation, ja sogar in einer schwierigen Situation befindet.

Wie können wir diesen Herausforderungen begegnen??
Um den sich wandelnden Rahmenbedingungen und der sich verschärfenden Wettbewerbssi-tuation zu begegnen, sind alle Innenstadt-Akteure (Stakeholder) gefordert: Allen voran müsssen sich die Stadtverwaltung, Immobilieneigentümer, Handelsunternehmen und die Industrie vor Ort den Herausforderungen stellen.
Die Stadtverwaltung und die politischen Parteien und Gruppierungen im Stadtrat/Gemeinderat müssen die Rahmenbedingungen für Veränderungen schaffen, bei der Gebührenerhebung, über eine Stadtbildsatzung, beim Parkraum aber auch in der Aufenthaltsqualität.

Die Immobilienbesitzer müssen bezahlbaren, attraktiven Wohnraum anbieten damit die In-nenstadt nicht ausstirbt und bewohnbar bleibt, und damit ein wichtiger Baustein der Multifunktionalität erhalten bleibt. Sie müssen aber vor allem bezahlbare, attraktive und auch größere, zusammenhängende Geschäftsräume/Verkaufsflächen anbieten. Die Preise wie sie heute zum Teil in unserer Innenstadt für die kleinen Ladeneinheiten aufgerufen werden, sind schon für die etablierten Geschäftsinhaber fast nicht mehr wirtschaftlich. Ganz abgesehen bei Neugründungen. Deshalb wird pö a pö aus dem Branchenmix, der für die Innenstadt lebenswichtig ist, ein unattraktiver Einheitsbrei. Und diese Entwicklungen schreiten bei uns rasend voran.

Um hier eine Änderung herbeizuführen liegt der Schlüssel auch und vielleicht sogar hauptsächlich bei den Vermietern. Ich verstehe, dass die Vermieter immer den höchstmöglichen Preis für ihre Immobilie herausschlagen möchten. Aber diesen Preis wird selbst der etablierte Geschäftsinhaber durch immer größere Umsatzeinbußen irgendwann nicht mehr tragen können und dann seine Pforten schließen, was wir aber eigentlich gar nicht wollen. Aber der Neugründer, der, wenn wir Glück haben, den Laden auf neue Füße stellen möchte, wird die ausgerufene Mietforderung zumindest in den Anfangsjahren auch nicht tragen können. Also wird der Neugründer abwandern und woanders sein (günstigeres) Glück suchen.
Folge: Bei uns bleiben die Läden leer oder wird mit einem Bestand gefüllt den wir nicht mehr in der Innenstadt benötigen, weil er schon mehrfach vorhanden ist oder nichts mehr mit Handel zu tun hat.
Das heißt, dass wir ohne die Mitwirkung der Vermieter die Verödung und den Einheitsbrei nicht mehr verhindern können. Deshalb appelliere ich an alle Vermieter und Immobilienbesitzer ihre Vorgehensweise zu überdenken. Hier muss ein rigoroses Umdenken stattfinden und alle Vermieter von Einzelhandelsfläche müssen sowohl ihre Mietforderung und den Branchenmix für eine lebensfähige Innenstadt im Auge haben. Sie sind durch ihren Immobilienbesitz hier auch ein Stück weit der Allgemeinheit verpflichtet die Attraktivität der Innenstadt zu erhalten. Eigentlich müssten die Vermieter schon aus Eigeninteresse in diesem Sinne handeln, den je unattraktiver eine Innenstadt wird desto schwieriger wird es in der Zukunft für sie Mieteinnahmen zu generieren. Leerstand zahlt keine Miete!

Wir vom CM sind hier gerne bereit dem Immobilienbesitzer und Vermieter bei der Suche nach Nachmietern für Ladengeschäfte und bei der Preisgestaltung hilfreich zur Seite zu stehen. Und natürlich helfen wir auch gerne dem potenziellen neuen Händler bei der Vermittlung von Ladenflächen und bringen Vermieter und Mieter gerne zusammen.
Hier kann man oder sollte man über eine Art Mentoring-Programm für Junge Unternehmer und Startups nachdenken und auf die Beine stellen. Auf der einen Seite die Startups, die günstigen Ladenflächen und Knowhow suchen, Hilfe und Geld benötigen. Auf der anderen Seite die Vermieter, die die Mietpreise senken, Staffelmieten anbieten oder vielleicht sogar, zumindest für eine Übergangszeit, gar keine Miete mehr verlangen und die „Mentoren“ die die finanzielle Unterstützung und Knowhow für die Startups anbieten.
Aber auch die Einzelhändler und die Gastronomen müssen sich moderner, interessanter aufstellen und müssen dem Kunden nicht nur verkaufen sondern ein Erlebnis und einen Mehrwert anbieten.

Die Vereine wie Werbering und Citymarketing müssen aktiv in das Geschehen eingreifen, gestalten und die Vermittlung zwischen den einzelnen Stakeholdern aktiv begleiten.
Dabei sollten sie als Querschnittsfunktion zwischen den Innenstadtakteuren agieren.
Der Werbering zumindest innerhalb seiner Mitgliederstruktur und das Citymarketing für alle Stakeholder der Innenstadt.
Hier kommt es vor allem darauf an intensiv zu kommunizieren (Informationsaustausch), die Kommunikation zwischen den beteiligten Akteuren zu moderieren (Moderation) sowie zwischen den jeweiligen Interessen zu vermitteln (Mediation) und zur Lösung von Problemen beizutragen (Problemlösung).

Ich kann hier nur für das Citymarketing sprechen, aber wir, in vorderster Front Frau Klopfer, führen diese Querschnittsfunktion schon in vielen Bereichen intensiv aus und sind auch für die Zukunft bereit dies zu intensivieren. Wir bieten deshalb weiterhin allen Innenstadtakteuren unsere Gesprächsbereitschaft und unsere Mitwirkung an.

Gemeinsam mit den Bürgern, Investoren und anderen innerstädtischen Akteursgruppen können wir so Konzepte und Maßnahmen entwickeln und umsetzen, die die Attraktivität und Lebendigkeit der Innenstädte erhalten und fördern.

 

Sie werden sich nun wahrscheinlich sagen, na gut aber das was der da vorne hier vorträgt ist uns eigentlich schon alles bekannt, aber was können wir aktiv dagegen tun, welche Maßnahmen können wir ergreifen um dieser Abwärtsspirale zu entgehen oder zumindest zu verlangsamen??

Aber da muss ich Sie enttäuschen, dafür gibt es kein Patentrezept. Die alles entscheidende Maßnahme die alles zum Besten verkehrt gibt es nicht.
Wir werden deshalb ein ganzes Bündel von Maßnahmen ergreifen müssen um die Stagnation und das ausbluten des innerstädtischen Handels aufzuhalten.
Aber eins ist ganz sicher, wir als Citymarketing oder als Werbering schaffen das, bei aller Mühe, nicht alleine. Wie brauchen jeden Akteur in dieser Stadt der uns hilft. Egoistische Einzelaktionen, sich aus der Gemeinschaft auszugrenzen oder nur als „Trittbrettfahrer“ unterwegs zu sein, bringt die Innenstadt und sie als Händler keinen Schritt weiter.
Wir brauchen die volle Unterstützung der Stadt und vor allem eine Händlerschaft und eine Gastronomie die gemeinsam an einem Strang zieht, sich mit allen anderen solidarisch erklärt, den Händler und Wirt gegenüber nicht nur als Konkurrent sondern auch als Partner begreift und sich für die Zukunft des Handels, für die Zukunft der Gastronomie und für die Zukunft unserer Innenstadt, einsetzt. (Wir müssen ein TEAM werden und gemeinsam handeln.)

Ein wichtiges Merkmal für eine attraktive und lebenswerte Innenstadt ist die Multifunktionalität, also die Verbindung von Wohnen und Arbeiten, von Kultur, Freizeit und Gastronomie.

Diese Multifunktionalität muss gepflegt und durch günstige Rahmenbedingungen unterstützt werden, wenn wir in Zukunft weiterhin lebendige Zentren haben wollen.
Basisfunktionen wie Erreichbarkeit, Öffnungszeiten, Sauberkeit oder Sicherheit werden in einer Stadt vorausgesetzt und werden erst augenfällig, wenn diese als selbstverständlich wahrgenommenen Serviceleistungen nicht mehr in entsprechender Qualität vorhanden sind. In den Städten müssen diese Funktionen auf einem hohen Standard gehalten werden, um einer positiven Stadtentwicklung das Fundament zu bereiten.
Die qualitativen Unterschiede zwischen den deutschen Innenstädten entstehen nämlich dort, wo die Faktoren Atmosphäre, Handelsangebot, Freizeiteinrichtungen und Kultureinrichtun-gen zum Tragen kommen. Jede Stadt, die in diesen Segmenten besonders gut aufgestellt ist, kann entscheidende Wettbewerbsvorteile generieren. Hier zeigen sich der Erfolg und die Möglichkeiten, wenn die Anspruchsgruppen einer Stadt zusammenarbeiten und durch gemeinschaftliche Konzepte geleitet werden. Hier ist bei uns schon einiges positives vorhan-den, aber wir müssen trotzdem weiter daran arbeiten und die guten Ansätze noch verbessern und ausbauen.
In Städten, wo die Stadtentwicklung hingegen nicht als Gemeinschaftsaufgabe begriffen wird, wirken sich externe Entwicklungen wie z. B. in der Einzelhandelsbranche oder unge-steuerter Aktionismus negativ verstärkend aus und lösen in den Cities den gefürchteten Tra-ding-down-Effekt aus.
Das will keiner von uns aber wir befinden uns hier gerade an einem Scheideweg und wir müssen gewaltig aufpassen, dass es zukünftig nicht in die falsche Richtung geht.

Einzelhandel, Immobilieneigentümer und Kommunen stehen somit in der besonderen Verpflichtung die Stadt als Serviceangebot für die Bürger und Besucher zu denken.

Aber eine lebenswerte Innenstadt hat auch andere Faktoren als atmosphärische öffentliche Plätze, eine vielfältiges Handelsangebot und eine funktionierende Infrastruktur die sie auch bereit halten muss. Es geht vermehrt darum, die Stadt auch in der digitalen Welt mit attraktiven Angeboten und Serviceleistungen abzubilden. Online und Offline bilden demnach keine Gegensätze, sondern lassen sich nicht mehr voneinander trennen und müssen bei der zukünftigen Entwicklung und Umsetzung gemeinsam gedacht und beachtet werden.
Die Digitalisierung schafft für die Innenstädte und den Einzelhandel nicht nur eine neue Kon-kurrenz: den Onlinehandel. Durch die Digitalisierung insgesamt verändert sich das Informations- und Mobilitätsverhalten des Kunden. Es gewinnen wahrscheinlich die Citys, die umfassende digitale Angebote bieten, wie kostenfreies WLAN, digitale Infos rund um Stadt und Einzelhandel und digitale Verkehrsangebote. Dafür fahren die Kunden auch gern mal in die Nachbarstadt.

Und genau das müssen wir verhindern und diese Angebote selbst schaffen. Im Gegenteil, wir sollten es schaffen das die Kunden aus der Nachbarstadt zu uns kommen!

Die Ergebnisse vieler Untersuchungen zeigen, dass die Kunden neben dem Ambiente einer Stadt, den Einzelhandel weiterhin als den entscheidenden Faktor für die Attraktivität einer Stadt bewerten. Die Kunden sehen dabei den Onlinehandel eher als Ergänzung bestehen der, attraktiver Einkaufsmöglichkeiten in den Innenstädten. Und genau diese attraktiven Einkaufsmöglichkeiten und diese Ergänzung im Onlinebereich müssen wir selbst in unserer Stadt entwickeln. Hier meine ich nicht den klassischen Onlineverkauf an sich, aber zumindest die Präsentation unserer Waren im Internet, damit sich der Kunde schon zu Hause ein Bild von unserem Warenbestand und unseren Angeboten machen kann.
Hierbei können auch neue Technologien wie Virtual Reality zum Einsatz kommen, sodass Kunden von zu Hause durch eine virtuelle Version des Geschäfts laufen können. Im Handel findet Big Data ebenfalls vermehrt Anwendung und erlaubt ganz auf die individuellen Bedürf-nisse und Wünsche der Kunden zugeschnittene Beratung und Angebote.

Deshalb bin ich der Meinung, dass die Digitalisierung aus Kundensicht noch erhebliche Potenziale zur Steigerung des stationären Einkaufserlebnisses bietet. Diese Potenziale sollten wir ausschöpfen. Deshalb werden wir demnächst einen Arbeitskreis „Digitalisierung“ beginnen, der die Problematik des Innerstädtischen Handels betrachten soll und nach Lösungsmöglichkeiten suchen soll.
Aber der Handel und die Gastronomie sollten auch an den Basisfunktionen wie Erreichbarkeit, Öffnungszeiten, Sauberkeit oder Sicherheit arbeiten. Wobei ich die Funktion Sicherheit hier mal ausblenden möchte.
Aber bei den anderen Basisfunktionen können wir sehr wohl Verbesserungen herbeiführen. Das Thema Erreichbarkeit und Öffnungszeiten ist fast ein Unendliches aber wir müssen hier zumindest für den Innenstadtbereich zu einer Lösung kommen.
Beim Thema Erreichbarkeit müssen neue attraktive Angebote im öffentlichen Nahverkehr geschaffen werden und der Parkraum muss wieder insgesamt günstiger gestaltet werden. Hierzu sind wir bereits mit den Parkhausbetreibern in Verhandlungen, aber ich denke dass wir ein dickes Brett werden und wenn wir hier etwas verändern wollen wird es wohl unumgänglich sein das die Innenstadtakteure dazu einen finanziellen Beitrag werden leisten müssen. Ansonsten sind wir als CM gerade dabei evtl. Möglichkeiten zu schaffen, dass wir we-nigstens punktuell bei größeren Veranstaltungen, mehr und günstigeren, evtl. sogar kostenfreien Parkraum zur Verfügung stellen können.

Beim nächsten Thema werde ich jetzt wahrscheinlich großes grummeln hören. Das ist das Thema Öffnungszeiten. Dies betrifft im Prinzip alle Innenstadtakteure und ich weiß, dass das ein schwieriges Thema ist. Aber wir können die unterschiedlichen Öffnungszeiten unseren Kunden eigentlich nicht mehr vermitteln. In Zeiten wo unseren Kunden das gesamte Warenspektrum rund um die Uhr zur Verfügung steht, ist es einfach antiquiert und unseren Kunden eigentlich nicht mehr zumutbar das wir Mittagspausen einlegen oder an manchen Tagen gar nicht geöffnet wird und am Samstag um 14 Uhr quasi der Rollladen runtersaust und fast alle Geschäfte dann geschlossen haben.
Das passt einfach nicht mehr in die Zeit. Deshalb müssen wir, um unsere Kunden zu binden und um unsere Innenstadt attraktiver zu machen, zumindest im Innenstadtbereich zu einer intelligenten, einheitlichen Lösung kommen. Ich weiß das das für viele nicht einfach zu lösen sein wird aber wir MÜSSEN hier gemeinsam zu einer Lösung kommen, sonst wird der Ver-lust an Kunden noch größer werden als er jetzt schon ist und wir haben verloren!!
Was ja nicht heißen muss, dass wir durchgehend geöffnet haben sollten (was natürlich die beste Lösung wäre), sondern auch andere Lösungen möglich macht. Z.B. Kernöffnungszeiten, für alle 10.00 bis 18.00 Uhr, oder 10.30 bis 19.00 Uhr.. Wer früher öffnen möchte oder später schließen möchte kann das selbstverständlich. Samstags vielleicht von 09.00 Uhr bis 17.00 Uhr

Oder, mein Favorit, einmal/zweimal (Di u. Do.) wöchentlich alle Geschäfte und Institutionen durchgängig von 9.00(10.00) bis 19.00 (20.00) Uhr geöffnet, Samstag durchgehend von 09.00(10.00) (Marktbeginn??) Uhr bis 16.00 Uhr.

Zu diesem Thema würde ich gerne in nächster Zeit mit dem Werbering in die Diskus-sion gehen, diese Problematik mal beleuchten und vielleicht, so hoffe ich sehr, zu einer für möglichst viele Innenstadtakteure guten Lösung zu kommen.

Diese Herausforderungen sollten Ansporn für den Handel sowie die Stadt gleichermaßen sein, um die Innenstadt als Ort des Einkaufes und der Begegnung für die Zukunft weiterhin attraktiv zu gestalten.

Es gibt sicherlich noch viel mehr Punkte die anzusprechen wären, ich will es aber fürs Erste erst mal bei diesen Punkten belassen und meine Ausführungen mit einer Aussage von Siim Sikkut, dem Chief Information Officer von Estlands Regierung und einem der Pioniere der estnischen Digitaloffensive, beenden. Er sagte nämlich:

»Deutschland ist wie Venedig«, Das Land erinnere ihn an ein Museum, ein Besuch in Deutschland sei für ihn ein »surreales Erlebnis«.
Was ihn irritiere? Dass vielerorts nur Bargeld akzeptiert werde. Das geringe Vertrauen in den Staat. Die geringe Bereitschaft, Dinge auszuprobieren, einfach irgendwo anzufangen, etwaige Mängel im Betrieb zu beheben, nicht von vornherein auszuschließen.
Diese Art zu leben müsse man sich leisten können. Das sei »ein Luxus, den Estland nicht hatte«. Bei der digitalen Verwaltung, sagt Siim Sikkut, gehe es ums große Ganze. »Es geht nicht um Infrastruktur. Wir reden in Estland seit 15 Jahren nicht mehr über Infrastruktur. Es geht darum, wie wir leben wollen.«

Und darum geht es auch bei uns in Deutschland und hier in Nürtingen, wie wir leben wollen. Deshalb lassen sie uns weiter gemeinsam daran arbeiten das Nürtingen nicht zum Museum wird, sondern wieder eine dynamische, schöne und attraktive Innenstadt bekommt.
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!!!!